lexikon_keyvisual.jpg
Lexikon

Exorzismus

Diskurse über exorzistische Praktiken und ihre theoretischen Voraussetzungen sind auch in säkularisierten und rationalitätsdominierten Gesellschaften ein nicht zu übersehendes Phänomen. In der seelsorgerlichen Praxis von Pfarrerinnen und Pfarrern begegnen immer wieder Menschen, die sich selbst für besessen halten und geistlichen Beistand durch exorzismusanaloge Vorgehensweisen erwarten.

Im römischen Katholizismus gehört der Exorzismus zur religiösen Praxis. Er ist reglementiert, in ein vorgegebenes Ritual gefasst und kann nur nach Prüfung des Einzelfalls durch einen Priester erfolgen. Zum Exorzismusritual im Katholizismus gehören zahlreiche Gebete und Segnungen, auch unter Zuhilfenahme von Kreuzen, Kerzen etc. Im Zentrum stehen deprekative Gebetsformeln (Bittgebete) und der ausdrückliche und machtvolle Befehl an den Dämon bzw. die Dämonen auszufahren und einen Menschen zu verlassen, also eine impera tivische bzw. imprekative Gebetsformel (Beschwörung von Geistern). Insofern gehört zum exorzistischen Ritual nicht nur die Kommunikation mit dem dreieinigen Gott, sondern auch mit den Mächten des Bösen. Exorzistische Handlungen sind im Bereich der römisch-katholischen Kirche gefragt, nicht nur in Südeuropa, Afrika und Südamerika. Sie gehören zu den sogenannten Sakramentalien, die vom Kosmos der sieben Sakramente zu unterscheiden sind und zugleich darauf bezogen bleiben.

Historische Taufrituale und Konfirmationsordnungen bieten auch im landeskirchlichen Protestantismus Anknüpfungsmöglichkeiten für die Absage an die Mächte des Bösen. Exorzistische Praktiken spielen in der kirchlichen Praxis jedoch in der Regel keine Rolle. Allerdings ist darauf hinzuweisen, dass auch in den evangelischen Landeskirchen exorzismusanaloge Rituale insbesondere dort teilweise ausgeübt werden, wo evangelikale und charismatische Gemeinschaftsbildungen das gemeindliche Leben maßgeblich mitbestimmen.

Für pentekostal-charismatische Frömmigkeitsformen hat das, was als Befreiungsdienst bezeichnet wird, neben dem Glauben an Wunder, Heilungen und Visionen einen zentralen Stellenwert. In zahlreichen internationalen Gemeinden in Europa und in Partnerkirchen in Afrika, Asien und Südamerika werden das individuelle und das gemeinschaftliche Leben als spiritueller Kampf gedeutet, in dem auf die Kraft spiritueller Mächte zur Bekämpfung von körperlicher und seelischer Krankheit zurückzugreifen ist. Zu unterstreichen ist ebenso, dass exorzistische Rituale eine religionsübergreifende Praxis darstellen. Sie lassen sich in fast allen kulturellen und religiösen Traditionen beobachten. Zu ihrer globalen Popularisierung tragen heute auch mediale Inszenierungen etwa in Filmen bei. Das wohl bekannteste Beispiel ist der Horrorklassiker „Der Exorzist“ aus dem Jahre 1973.

Phänomene

Innerhalb pfingstlich-charismatischer Bewegungen ist nicht nur eine neue Wahrnehmung des Geistwirkens lebendig, sondern auch ein im Vergleich mit der kirchlichen Normalfrömmigkeit intensives Rechnen mit den Mächten des Bösen. Die Kehrseite enthusiastischer Ergriffenheit ist dämonische Besessenheit. Beides steht für pentekostal-charismatisches Selbstverständnis in Beziehung zueinander: das Heraustreten des göttlichen Geistwirkens aus seiner Verborgenheit und das Sichtbarwerden der Mächte der Finsternis, „der Existenz Satans und der Dämonen, der Realität geistlicher Kampfführung (die das Austreiben böser Geister einschließt) ...“1 Die Erfahrung und Wahrnehmung des Bösen erfolgt in Verbindung mit einer Weltsicht, „die mit der unsichtbaren, nichtphysischen, geistlichen Dimension der Realität rechnet“.2

Für Lehre und Praxis der charismatischen Bewegungen hat diese Weltbetrachtung eine durchaus fundamentale Dimension. Sie konkretisiert sich in der sogenannten geistlichen Kriegführung (spiritual warfare) und im Befreiungsdienst (deliverance service). In beiden pastoralen Handlungszusammenhängen wird das christliche Leben unter die Metapher des geistlichen Kampfes gestellt. Generell kann gesagt werden, dass geistliche Kriegführung ein Aspekt pentekostal-charismatischer Missionspraxis ist, während der Befreiungsdienst im engen Zusammenhang mit der Seelsorge und der Heilungspraxis zu sehen ist. In Seminaren, Publikationen und praktischen Übungen werden verantwortliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter pentekostaler Bewegungen geschult, „die Brille des geistlichen Kampfes aufzusetzen, um die gegenwärtige Realität wahrzunehmen“.3 Für die Ausbreitung der Pfingstbewegung und der charismatischen Bewegung hatten und haben exorzistische Praktiken eine zentrale Bedeutung.

Eine wesentliche theoretische Voraussetzung für das Populärwerden exorzistischer Praktiken in pentekostalen Bewegungen ist die Annahme, dass potenziell jede Person dämonisch belastet sein kann. Zwar gibt es etwa im Bereich des pentekostalen Christentums auch die entschiedene Lehrmeinung, die es für unmöglich hält, dass Christen dämonisiert sein können. Die meisten Pfingstler und Charismatiker sehen dies freilich anders. Besessenheit durch den Satan im engeren Sinn wird allerdings als ein relativ seltenes, Dämonisierung oder dämonische Belastung hingegen als häufiges Phänomen angesehen.

Die exorzistischen Praktiken sind innerhalb der charismatischen Spiritualität unterschiedlich. Sie variieren auch nach konfessionellen Traditionen. Einen grundlegenden Unterschied zwischen der Aufgabe der Laien und der Priester kennen die klassischen Pfingstkirchen wie auch die protestantischen Charismatiker nicht. Neben dem Fremdexorzismus steht der Selbstexorzismus, der in vielen Publikationen und Büchern empfohlen wird.

Die im Befreiungsdienst ans Licht tretenden Dämonen entsprechen häufig dem, was in der christlichen Tradition in der Lehre von der Sünde entfaltet wurde. In seinem Buch „Frei von dunklen Schatten“ nennt Charles Kraft „Funktionsnamen“ von Dämonen: u. a. Tod, Selbstmord, Mord, Zerstörung, Gewalt, Terror, Finsternis, Täuschung, Zorn, Wut, Hass, Rache, Unversöhnlichkeit, Bitternis, Rebellion, Sturheit, Ablehnung, Selbstablehnung, Angst vor Ablehnung, Qual, Furcht, Schuld, Scham, Peinlichkeit, Sorge, Täuschung, Verwirrtheit, Kritik, Ehebruch, Vergewaltigung, Depression usw.4 Die Liste zeigt, dass im Kontext des Befreiungsdienstes bzw. des Exorzismus die klassische christliche Sündenlehre in dämonologischen Kategorien reformuliert wird, allerdings mit problematischen Konsequenzen: Zum einen wird ein Kausalitätsdenken wirksam, das bestimmte Symptome mit dem Wirken böser Geister verbindet und Störungen damit umfassend erklärbar macht. Zum andern wird die Verantwortung des Einzelnen nach außen verschoben.

In mancher Hinsicht greifen auch pentekostale Bewegungen in ihren exorzistischen Praktiken Aspekte des katholischen Rituale Romanum aus dem Jahre 1614 auf, dem u. a. folgende diagnostische Besessenheitskennzeichen entnommen werden können: Der Mensch muss mehrere Worte einer ihm unbekannten Sprache sprechen oder verstehen, was jemand in einer ihm, dem „Patienten“, unbekannten Sprache sagt; er muss das, was sich weit entfernt oder im Verborgenen zugetragen hat, offenkundig machen, also berichten; er muss Kräfte zeigen, die über das altersspezifische Maß hinausgehen oder die Möglichkeiten, die in der menschlichen Natur angelegt sind, übersteigen. Es ist bemerkenswert, dass diese Kriterien über Jahrhunderte in der römisch-katholischen Tradition wirksam waren und blieben und auch durch die konservative Fortschreibung des Textes des Großen Exorzismus aus dem Jahre 1999 nicht aufgehoben wurden. Eine Expertenkommission von Theologen, Psychologen und Medizinern hatte – nach den Vorgängen in Klingenberg und dem Tod von Anneliese Michel (1976)5  – darauf hingewiesen, dass die Kriterien aus theologischen und humanwissenschaftlich-medizinischen Gründen nicht mehr aufrechterhalten werden können. Gleichwohl wirken sie fort.

Teile des protestantischen Erweckungschristentums haben sich einzelne Kriterien des Rituale Romanum zu eigen gemacht. Dabei entsprechen sie eher der Volksfrömmigkeit als der biblischen Überlieferung. Das diagnostische Instrumentarium von Besessenheit oder Dämonisierung lässt sowohl in katholischen wie auch in pfingstlich-charismatischen Milieus vieles offen und bleibt unpräzise. Als Ursache von Dämonisierungen wird häufig okkulte Betätigung genannt bzw. okkulte Betätigung von Vorfahren, die in manchen neopentekostalen Kreisen als eines der wichtigsten Einfallstore für Dämonen gilt.

Einschätzungen

Das weltanschauliche Konzept, das mit exorzistischen Praktiken häufig verbunden ist, hat eine antiaufklärerische Ausrichtung. Der moderne Ausschluss der Welt des Übernatürlichen soll korrigiert werden. Den Christen der westlichen Welt wird ein weltanschaulicher Paradigmenwechsel empfohlen.6 Die Realität von Gottes übernatürlichem Wirken in Zeichen und Wundern, in unmittelbaren Geisteingebungen, in Dämonenaustreibungen etc. ist nicht allein im Blick auf die neutestamentliche Zeit zu glauben, sondern auch heute zu erwarten und zu erfahren. Dass diese Anliegen nicht nur geeignet sind, biblische Motive zu erinnern, sondern auch zur Revitalisierung archaischer und magischer Formen von Religiosität führen, lässt sich nicht übersehen.7

Die Dämonologie pentekostaler Bewegungen erinnert die christlichen Kirchen an die Herausforderung, Menschen wirksame Hilfe anzubieten, die bei ihrer Identitätssuche im Kontext pluralistischer Gesellschaften und einer globalisierten Welt auf Hilfe angewiesen sind. Der Weg, der in vielen Formen des Befreiungsdienstes und der skizzierten exorzistischen Praktiken gegangen wird, ist aber fragwürdig, vor allem dann, wenn das Böse und Dämonische vorschnell mit dem Okkulten oder mit anderen Religionen identifiziert wird, wenn eine seelsorgerliche Verarbeitung von bleibenden Krankheiten und Behinderungen verweigert wird und ein stark dualistisch geprägtes Weltbild für den Frömmigkeitsvollzug beherrschend und aus dem christlichen Glauben eine Religion der Angst wird. Ein grenzenloser Heilungsoptimismus und ein unrealistisches Siegesbewusstsein können verletzende Wirkungen haben.

Im Zusammenhang exorzistischer Praktiken wird vom Satan und von bösen Geistern so geredet, als ginge es um etwas Sichtbares und Fassbares. Dabei wird vernachlässigt, dass die zur Sprache gebrachten Erfahrungen gedeutete Erfahrungen sind. Nur innerhalb eines bestimmten kognitiven Bezugsrahmens ist das, was als Besessenheit erlebt und konstatiert wird, als Wirken von Dämonen verstehbar. Das pastorale Handeln der Kirche wird heute kein prinzipielles Gegeneinander von humanwissenschaftlichen Interpretationen menschlicher Negativitätserfahrungen und ihren religiösen Deutungen voraussetzen dürfen. Aus theologischer Perspektive ist zu unterstreichen, dass der Mensch das Böse nicht vollständig erklären kann, es wohl aber annehmen, im liturgischen Vollzug vor Gott bringen und dadurch Befreiung erfahren kann. Dass dem Menschen die letzte Erkenntnis über das Böse entzogen ist, ist eine heilsame Grenze. Das Böse lässt sich nicht umfassend erklären und auch nicht vollständig auslöschen. Die Bitte und die Klage sind bleibende Formen der liturgischen Gebetssprache der Christen.

Wie kann heute verantwortlich vom Bösen geredet werden, und vor welchen Gefahren muss dieses Reden geschützt werden? Exorzistische Praktiken sind in vielen Gruppen nicht hinreichend dagegen geschützt, Dämonisierung durch suggestive Fragen und psychische Indoktrination zu erzeugen. Dann schafft der Exorzist gewissermaßen den Teufel im Besessenen und fügt den Leiderfahrungen des Menschen eine weitere hinzu. Das Aussprechen von Worten der Erkenntnis durch den Seelsorger beziehungsweise die Seelsorgerin beim Befreiungsdienst kann solche Tendenzen verstärken.

Die Anwendung personaler Kategorien für das Phänomen des Bösen wird mit Recht problematisiert. Von dem katholischen Theologen und Ökumeniker Walter Kardinal Kasper stammt der Hinweis, dass nur unter der Voraussetzung eines rein formal verstandenen Personbegriffs dieser auf den Satan beziehungsweise den Teufel anwendbar ist. „Der Teufel ist keine personale Gestalt, sondern eine sich ins Anonyme und Antlitzlose auflösende Ungestalt, ein Wesen, das sich ins Unwesen pervertiert. Er ist Person in der Weise der Unperson.“8  Deshalb kann man an den Teufel nicht glauben und darf an ihn nicht glauben, wie es fundamentalistische und traditionalistische Strömungen innerhalb des Christentums immer wieder einfordern. Der Akt des Glaubens bezieht sich allein auf Gott. Daraus folgt auch, dass der Macht des Bösen keine Gleichrangigkeit neben Gott zukommt. Die Taufliturgien der christlichen Kirche kennen keinen Glauben an den Teufel, wohl aber ein „Widersagen“ gegenüber dem Teufel. Die christliche Haltung gegenüber dem Bösen ist in der letzten Gebetsbitte des Vaterunsers „Erlöse uns von dem Bösen“ zusammengefasst, die sich gleichermaßen auf das Böse und den Bösen bezieht.9 

Zahlreiche Aussagen im Neuen Testament bringen zum Ausdruck, dass die Sünde ein überindividuelles, transpersonales, ja kosmisches Phänomen ist. Klassische Texte dafür sind die Adam-Christus-Typologie in Röm 5 wie auch die Aussagen zur Macht der Sünde in Röm 7. Christus und Adam stehen bei Paulus für zwei grundsätzlich unterschiedliche Lebensweisen, die gleichermaßen kosmisch, global und konkret sind. Der universalen Selbstverschlossenheit steht die Gnade des geöffneten Lebens gegenüber, die durch den gekreuzigten und auferstandenen Jesus Wirklichkeit geworden ist und das Leben aller Menschen bestimmen und ergreifen soll (vgl. Röm 5,18). In anderen neutestamentlichen Texten ist von dämonisch-satanischen Mächten die Rede. Die Bezeichnungen dafür sind vielfältig: z. B. Teufel, Satan, Dämonen, Reich des Bösen, Mächte und Gewalten. Bereits die Pluralität der Bezeichnungen deutet darauf hin, dass das Böse nicht auf einen Begriff gebracht werden kann. Die Bibel nimmt Bezug auf vorchristliche Redeweisen und redet nicht spekulativ vom Bösen. Eine systematische Dämonologie kann ihr nicht entnommen werden. Strenggenommen sind ihre Aussagen zum Phänomen des Bösen „Horizontaussagen“, nicht „Gegenstandsaussagen“.10 Der Gegenstand, über den etwa das neutestamentliche Zeugnis redet, ist der Sieg der Liebe Gottes über alle Mächte des Bösen und der Zerstörung,11 wie er sich auch im exorzistischen Handeln Jesu verdeutlicht. Es gibt zahlreiche Hinweise darauf, dass die Frage nach dem Bösen die Menschen auch in einer säkular geprägten Kultur beschäftigt und intensiv umtreibt. Ein theologisch verantwortliches Reden vom Bösen muss sich vor zwei Gefahren schützen: einer entmythologisierenden Programmatik, die das Böse verharmlost und seinen Machtcharakter nicht wahrnimmt, ebenso einer remythologisierenden Programmatik, die sich auf das Böse in seiner dämonischen Gestalt fixiert und die Offenheit und Vielfalt der biblischen und christlichen Tradition festschreibt und spekulativ darüber hinausgeht. Die religiöse Gegenwartslage ist durch die Gleichzeitigkeit von Entmythologisierung und Remythologisierung geprägt. Am Beispiel exorzistischer Praktiken kann beides verdeutlicht werden: die Ambivalenz von Prozessen der Remythologisierung und der Protest gegen die Verharmlosung und Verleugnung des Bösen.


Literatur

Ingolf U. Dalferth, Malum. Theologische Hermeneutik des Bösen, Tübingen 2008
Johann Ev. Hafner/Patrick Diemling (Hg.), Die Kommunikation Satans. Einflüsterungen, Gespräche, Briefe des Bösen, Frankfurt a. M. 2010
Philip Jenkins, Gottes Kontinent? Über die religiöse Krise Europas und die Zukunft von Islam und Christentum, Freiburg i. Br. u. a. 2008
Walter Kasper/Karl Lehmann (Hg.), Teufel – Dämonen – Besessenheit. Zur Wirklichkeit des Bösen, Mainz 1978
Monika Scala, Der Exorzismus in der katholischen Kirche. Ein liturgisches Ritual zwischen Film, Mythos und Realität, Regensburg 2012


Anmerkungen

1 Larry Christenson, Komm, Heiliger Geist! Informationen, Leitlinien, Perspektiven zur Geistlichen Gemeinde-Erneuerung, Metzingen / Neukirchen-Vluyn 1989, 29.
2 Ebd., 316f.
3 Ed Murphy, Wir befinden uns im Krieg, in: C. Peter Wagner / F. Douglas Pennoyer (Hg.) Der Kampf mit satanischen Engeln, Solingen 1993, 51-74, hier 53.
4 Vgl. Charles H. Kraft, Frei von dunklen Schatten, Buchs/CH 1995, 119ff.
5 Anneliese Michel starb im Zusammenhang exorzistischer Handlungen. Vgl. Alfred Singer, Teufel – Dämonen – Besessenheit – Exorzismus. Aktuelles zu einem umstrittenen Thema – 30 Jahre nach „Tod und Teufel in Klingenberg“, in: MD 7/2006, 253-266.
6 Vgl. dazu C. Peter Wagner, Der gesunde Aufbruch, Lörrach 1989.
7 Vgl. etwa C. Peter Wagner u. a., Der Kampf mit satanischen Engeln, Solingen 1993; ders., Das offensive Gebet, Wiesbaden 1995.
8 Walter Kasper, Das theologische Problem des Bösen, in: ders. / Karl Lehmann (Hg.), Teufel – Dämonen – Besessenheit. Zur Wirklichkeit des Bösen, Mainz 1978, 63. Vgl. zum Thema auch: Bernd J. Claret, Geheimnis des Bösen. Zur Diskussion um den Teufel, Innsbruck 1997.
9 Vgl. Albrecht Peters, Kommentar zu Luthers Katechismen, Bd. 3: Das Vaterunser, Göttingen 1992, 159ff. In dem Buch von Klaus Berger, Darf man an Wunder glauben?, Stuttgart 1996, 96-98, wird ein Vorschlag für die Aktualisierung der letzten Vaterunser-Bitte gemacht. „In dem Gebet versuche ich, die Grenzen zwischen Macht, Sucht, Personhaftigkeit und Inspiration systematisch aufzuheben“ (97).
10 Walter Kasper, Das theologische Problem des Bösen (s. Fußnote 7), 64.

Dr. Reinhard Hempelmann, August 2014